Auf der offenen Erzählbühne könnt ihr professionellen Erzählkünstler*innen lauschen und auch eigene Geschichten erzählen. Ivo Hewing startet am 13.03. mit seinen Geschichten vom Aufbruch ins Ungewisse. Wer Lust hat, kann sich an diesem Abend auch selbst im Erzählen ausprobieren. Die Bühne ist offen für alle. Der Eintritt ist frei. Erzählkunst ist UNESCO-Weltkulturerbe und wir geben ihr im Jahr 2026 einen Erzählraum – bei uns in Köln-Mülheim! An mehreren Freitagabenden erzählen professionelle Künstler*innen auf der “Offenen Erzählbühne” und es gibt die Möglichkeit, sich als Laie im Erzählen auszuprobieren. Im September findet außerdem ein großes Erzählfestival für Familien statt. Danke an die LVR – Regionale Kulturförderung. Die weitere Termine der Offenen Erzählbühne sind:
8.5. mit Birgit Fritz: “home sweet home” – Traumhaus mit leichten Macken
Ein Impro-Erzählabend von und mit Birgit Fritz, der Stimme des Erzähltheaters MärSinn aus Düsseldorf.
Wer wünscht sich nicht das Haus seiner Träume und dann noch voll möbliert.
Das kaufwillige Publikum wählt den Stil des Hauses, legt die Räume/Besonderheiten fest und schon beginnt die Besichtigung.
So wie im wahren Leben verbergen sich Geschichten hinter Türen und in Schubladen, alles ist möglich, alles improvisiert! Kommen Sie mit, treppauf, treppab, auf diese besondere und einmalige Hausbesichtigung.
10.7. mit Regina Sommer
Regina Sommer „Ein Teller Buntes“ Märchen, Mythe, Sage, Legende, Witz, Anekdote, Literarisches? Inspiriert durch die Kollegen*innen, den Ort, die Zeit, die Zuhörer*innen füllt sich der Teller mit dem, was aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Dieses Programm beruht auf reiner Inspiration und ist ständig im Wandel. „You are a storyteller“ sagte mir ein Mann nach einem Bühnenauftritt in Pittsburgh 1986. „Was immer das ist!“ dachte ich, bis ich einen Erzähler erlebte und mich an den Unbekannten erinnerte. So wurde ich eine Erzählerin! Seit 1992 bin ich international tätig und trete auf Erzähl-, Poeten- und Literaturfestivals im In- und europäischen Ausland sowie in den USA und Kanada in deutscher und englischer Sprache auf. Traditionelles Erzählgut, eigene Geschichten und phantastische Literatur gestalten sich zu eigenwilligen Kompositionen.
11.9. mit André Wülfing
André Wülfing “Kapitän Kühnherz” Was, wenn der eigene Cousin zum gefürchtetsten Piratenkapitän der sieben Weltmeere wird? Und warum?
André Wülfing erzählt’s, denn er war dabei. Er versteht sich als professioneller Geschichtenerzähler und auch als Botschafter des Ruhrgebiets. Er tritt live und ohne Blatt deutschlandweit auf Festivalbühnen und an allen erdenklichen Orten auf: drinnen und draußen, in Bibliotheken und in Schulen, im Zelt und in der Kneipe, im Gemeindesaal und in Theatern. Für das Consol Theater und die Stadt Gelsenkirchen leitete er seit 2010 den ‘Erzählfrühling’ und erfindet für seine Zuhörer immer wieder neue Geschichtenprogramme mit kurzen und langen, immer unterhaltsamen Erzählungen aus aller Welt.
13.11. mit Nikola Hübsch & Angelika Sheridan (Musik)
„Von Lüsten und Füßen – Erzählkunst und Musik“ Was tun, wenn die Lust auf Spinat zu einem lebensgefährlichen Spiel wird? Was tun, wenn der Hunger so drückt, dass die Hufe lahm werden? Was tun, wenn Alter und Ästhetik nicht mehr in die gleichen Schuhe passen? Auswege gibt es immer! Immer? Nikola Hübsch erzählt Geschichten vom Witz der Frauen, von fernen Ländern, von hier, von damals und von heute. Gehörte, gelesene und eigene Geschichten über Omnipotenz, weibliche Verführungskünste und die Kunst des würdevollen Alterns. Angelika Sheridan tritt auf als musikalisches Pendant. Mit ihren Flöten spricht, flüstert, singt sie in ihrer eigenen unverwechselbaren Klangsprache. Nikola Hübsch war nach dem Schauspielstudium einige Jahre an deutschen Theatern tätig, bevor sie nach Namibia emigrierte. Dort war sie Redakteurin und Moderatorin beim Rundfunk, später Vizeintendantin des Nationaltheaters in Windhoek und lernte das Erzählen. Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland erzählt sie leidenschaftlich gerne für Menschen jeden Alters , leitet in Freiburg das Projekt “Erzählen-Zuhören- Weitererzählen”, bei dem Erzählerinnen über 1000 SchülerInnen regelmäßig Geschichten erzählen und hält Lehraufträge zum Erzählen an Hochschulen. www.nikolahuebsch.com Angelika Sheridan definiert durch die Kombination herkömmlicher Tonerzeugung mit selbst entwickelten und zeitgenössischen Spieltechniken den Klang ihres Instrumentes neu, jenseits flötistischer Klischees. Sheridan ist international tätig in dem Bereich Neuer und Improvisierter Musik, sie ist Mitglied in mehreren Ensembles und Projekten, auch in intermedialen Zusammenhängen wie Tanz oder Stummfilm. Sie studierte klassische Flöte an der Folkwang Hochschule Essen und absolvierte Auslandsstudien bei Ran Blake und John Heiss in Boston, USA. Sie lebt in Köln und hat dort einen Lehrauftrag an der Musikhochschule. https://angelikasheridan.de/
11.12. Special: Living Library – Geschichten, die leben
Was wäre, wenn Geschichten wie Blumen wären?
Am 12. Dezember öffnet im Bürgerhaus MüZe in Köln eine besondere Bibliothek ihre Türen – eine Bibliothek aus Menschen. In unserer Living Library werden keine Bücher ausgeliehen, sondern Begegnungen erlebt: 10 bis 15 „lebende Bücher“ erzählen jeweils eine persönliche Geschichte – ehrlich, berührend, manchmal auch mit einem Hauch von Fantasie verwoben. Jede Erzählung dauert etwa 10 Minuten. In kleinen Gruppen nehmen zwei oder drei Zuhörer*innen Platz gegenüber einem „lebenden Buch“. Nach jeder Runde wechseln die Plätze – und die Geschichte beginnt von Neuem. Doch verändert sie sich vielleicht mit jedem Erzählen?
Das Bild des Abends ist die Lotusblume: Rein und wunderschön wächst sie aus dem Sumpf. So sind auch die Geschichten dieses Abends: Sie erzählen von Wegen, die nicht immer einfach waren, von Brüchen, von Mut, von Wandlung – und von der Schönheit, die daraus entstehen kann. Jede*r öffnet die Schatzkiste des eigenen Herzens und teilt eine lange gehütete Perle. Geschichten, die darauf warten, gehört zu werden – und sich mit anderen zu verbinden. Für die Erzählenden ist es eine Reise – und vielleicht auch ein Moment des Loslassens. Wie verändert sich eine Geschichte, wenn sie mehrmals erzählt wird? Für die Zuhörenden ist es eine Einladung: Was berührt mich? Was klingt in mir nach? Die Living Library ist kein gewöhnliches Event – sie ist ein Raum für wahre Begegnung, Zuhören und Menschlichkeit.
Wann: 12. Dezember Wo: Bürgerhaus Müze, Berliner Straße 77, 51063 Köln Eintritt: frei

