Leitbild

„Nur über das DU lerne ich das ICH kennen!“

interKultur e.V. versteht sich als Einrichtung des sozialen Lernens, in der eine Wechselwirkung von Wissensvermittlung und Erkenntnislernen stattfindet. Dabei bildet die permanente Selbstreflexion unserer Arbeit in Teams und in der Einzelfallarbeit die Grundlage für das eigene Verstehen und die Basis für das Verstehen und Handeln der Anderen.
Darüber hinaus tragen Formen der Selbstevaluation dazu bei, unsere sozialen und organisatorischen Strukturen zu hinterfragen und auch hier an die menschlichen und fachlichen Ressourcen unserer Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen anzugleichen, die unsere Arbeit für und mit Menschen gestalten.
Unsere Arbeit soll auch Spaß und Freude sein, zur eigenen Zufriedenheit beitragen und Raum für gegenseitige Anerkennung, Achtsamkeit und Wertschätzung geben.

Sozialraumorientierung

interKultur e.V. arbeitet sozialraumorientiert. Die Sozialraumorientierung bildet den Rahmen für das Handeln in zahlreichen Bereichen der pädagogischen und sozialen Arbeit. Hier geht es insbesondere darum, die Lebensbedingungen der Menschen in einem Stadtteil, Viertel oder Sozialraum zu verbessern und unterstützend einzuwirken. Grundlegend für die Sozialraumorientierung ist die Hilfe zur Selbsthilfe sowie die Aktivierung der Teilhabe- und Teilnahmechancen von Menschen (insbesondere aus sozial benachteiligten Lebenslagen).
In der sozialraumorientierten Arbeit setzt interKultur e.V. an den Stärken jedes Einzelnen an und aktiviert diese im Sinne eines gesellschaftlichen Miteinanders.

Ressourcen- und Stärkenorientierung

interKultur e.V. geht davon aus, dass jeder Mensch alle Ressourcen zur Gestaltung und Bewältigung seines Lebens in sich trägt, diese aber durch Belastungen oder Umstände möglicherweise verschüttet sind, so dass der eigene Zugang zu diesen fehlen könnte.
In unserer Arbeit unterstützen wir die Menschen den Zugang zu ihren Ressourcen wieder zu erlangen bzw. diese in sich zu entdecken, um sie gewinnbringend und nachhaltig in ihre persönliche Lebensgestaltung und für die Gesellschaft einzusetzen.

Empowerment und Selbstwirksamkeit

interKultur e.V. versteht unsere soziale Arbeit als Empowerment. In unserer Praxis bedeutet dies, die Selbstbemächtigung, Autonomie, Selbstverfügung und Alltagsnähe zur Gestaltung Mut machender Prozesse, die Menschen in schwierigen Situationen der Benachteiligung oder der gesellschaftlichen Ausgrenzung, befähigen, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. Dies beinhaltet, sich ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden, eigene Kräfte zu entwickeln und ihre Ressourcen zu einer selbst bestimmten Lebensführung nutzen zu lernen.

Systemische Sozialarbeit

interKultur e.V. sieht in der systemischen Sozialarbeit ist die Grundlage seines Handels. Sie basiert auf der direkten und unmittelbaren Arbeit mit den Adressatinnen und Nutzerinnen, deren familiären und herkunftsbiographischen Kontexten, der aktuellen Vernetzung in den Sozialräumen und berücksichtigt die Dynamiken und Wechselwirkungen untereinander. Ergänzende Betrachtungs- und Handlungsebenen werden durch die sozialen und sozio-kulturellen Erfordernisse, Rollenidentitäten und Perspektiven in die Dienstleistungsangebote aufgegriffen und in den Lebensalltag der Menschen implementiert.

Migration, Partizipation und Interkulturalität

interKultur e.V. erkennt den Menschen mit seinen Erfahrungen, seiner kulturellen Prägung und seinen sozialen und wertorientierten Zugehörigkeiten an und schafft die Offenheit, sich auch neue Zugehörigkeiten und kulturelles Wissen aneignen zu können.
Migration und Partizipation bedeutet für uns, die Sicherstellung von gleichberechtigten Teilhabe- und Teilnahmechancen für alle – insbesondere für politisch, ethnisch, kulturell und sozial benachteiligte – Gruppen an wirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, politischen, kulturellen und bildenden Gütern. Es bietet die Chance für einen offenen sowie kommunikativen Umgang untereinander und trägt zu einer sozialen und kulturellen Vielfalt bei.

Gender Mainstreaming

interKultur e.V. sieht in der Verwirklichung der Chancengleichheit und Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern nach innen wie nach außen ein durchgängiges Leitprinzip.
Zum Umsetzungsprozess gehören für uns sowohl die Hinterfragung der unterschiedlichen Lebenssituation von Frauen und Männern als auch die Einbeziehung der Konsequenzen solcher Analysen bei allen fachlichen, personellen, organisatorischen und finanziellen Entscheidungen und Maßnahmen. Dabei orientieren wir uns an die geschlechterumfassende Sprache, die durch die Kölner Stadtverwaltung vorgeschlagen wird.

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